Ich habe gerade gelesen, dass die Online-Duden-Redaktion ihr Ansinnen vorantreibt, das generische Maskulin abzuschaffen. Mir liegt hier eher der Begriff Diffamierung auf der Zunge, was ich auch den Verfechtern der Genderismen zuschreibe.

Es ist schlichtweg empörend, dass sich die Online-Redaktion offenbar entschlossen hat, die Neutralität zu opfern und in dieser gesellschaftspolitisch einseitigen Weise eine Entwicklung von sich aus zu fördern versucht. Es stellt mitnichten die Sprachwirklichkeit einer Mehrzahl der Deutschsprechenden dar und ist mit der Morphologie des Deutschen nicht zu vereinbaren.

Wie ich andernorts schon schrieb, wäre es für die Online-Duden-Redaktion ein Leichtes gewesen, eine Kann-Bestimmung vorzusehen. Beispiel:

  • Mieter (m.) - Person, die etwas mietet; im engeren Sinne: männliche Person, die etwas mietet

So hätte man beide Sichtweisen bedienen können. Aber darum scheint es der Redaktion (wie auch einigen Medien, gerade auch dem ZDF) nicht zu gehen - sondern um Erziehung. Man trachtet danach, der deutschen Sprachgemeinschaft die generische Form abzugewöhnen.

Es ist auch meiner Meinung nach nicht hilfreich zu sagen, man müsse sich ja nicht nach dem Duden richten. Damit wird die Verbindlichkeit des Duden für die Rechtschreibung insgesamt in Frage gestellt; warum darf man hier ignorieren, die anderen Regeln aber als gültig betrachten? Staatliche Stellen, Behörden, Schulen und so weiter müssen sich an die amtlichen Regeln der Rechtschreibung halten, und dafür ist der Duden maßgeblich.

Die Online-Duden-Redaktion gibt an, dass man das Gendern nicht ignorieren könne. Aber sie hat es - meiner Meinung nach - nicht zu bestimmen. Dass hier quasi einseitig Fakten geschaffen werden, ist der eigentliche Skandal.

Ich wollte einmal ein paar Argumente zusammentragen, die gegen die - wie ich sie nenne - Zergenderung der Sprache sprechen, aber das wäre viel zu lang geworden. So muss ich auch feststellen, dass mir mit der Zeit die Gelassenheit abhanden kommt, über das Thema neutral zu argumentieren - umso stärker, je größer der Druck wird, seinen Sprachmodus zu ändern. Kürzer gesagt: Ich hab's langsam dick.

Ich sehe damit nur die eine Konsequenz, dass man künftig dem Trend entgegen arbeiten und die generische Form umso stärker in Einsatz bringen muss. Wer sich als Leser meiner Seiten nicht angesprochen fühlt, ist es vermutlich auch nicht.

Ich wollte mir selbst einen 4K-Monitor schenken; 27 Zoll von BenQ. Das Gerät ist an sich wirklich gut; mit meinem SpyderX konnte ich 99,1% sRGB-Abdeckung nachweisen.

Aber mal ernsthaft: Warum 4K auf dem Schreibtisch? Im Büro habe ich bereits Erfahrungen mit einem 4K-Monitor machen können und war, kurz gesagt, zunächst nicht gerade überzeugt. Ich dachte mir aber, das sei einfach eine Gewöhnungssache.

Gerade eben fotografiert

Links: Mond. Man erkennt sehr schön die Rückseite

Mitte: Venus. Der Planet zeigt sich als weißes Scheibchen.

Das Deutsche verfügt, anders als beispielsweise romanische Sprachen, im Plural über kein Genus; alles ist ein "Pluralgenus".

Ist in der ganzen Diskussion um das so "böse" generische Maskulin schon jemandem aufgefallen, dass der Plural im Deutschen ein generisches Femininum nutzt? Haben sich jemals die Männer darüber beschwert, dass sie ihr Geschlecht im Plural nicht wiederfänden?

Ich weiß nicht - sollte ich etwas zur aktuellen Situation schreiben? Manchmal denkt man, nach einiger Zeit gewöhnt man sich an den Ausnahmezustand, aber die Zahlen vereiteln dies. Es geht noch immer exponentiell nach oben. Das ist erschreckend. Ich habe keine Ahnung, wie das ausgehen wird, und vor allem: wann. Zurzeit sehen wir nur Zahlen und gruseln uns. Wenn es nur dabei bleibt.

Parteien, die mir das Recht nehmen wollen, Informationen zu verschlüsseln und diese anderen mitzuteilen, ohne dass der Staat mitlesen kann, verlieren mich als Wähler. Und als Mitglied.

Es gibt keinen Kompromiss zwischen sicher und unsicher. Es gibt keine Möglichkeit, Wissen (wie man verschlüsselt) wieder einzufangen.

Wird Verschlüsselung zu einem Verbrechen erklärt, werden nur noch die Verbrecher verschlüsseln.

Ich weiß nicht, ob das hier die hundertste oder schon die tausendste Erklärung ist, warum die Vorstellung der Regierung, Klarnamen im Internet würden sinnvoll sein, völlig abwegig ist. Man könnte auch sagen, es ist barer Schwachsinn. Ist das schon ein Hassposting? Wer weiß das schon. Dieses Ansinnen offenbart die nicht mehr zu verhehlende Inkompetenz der Regierung in Netzfragen. Dass Experten nun so gar nicht mehr angehört werden, macht das Ganze noch schlimmer und lässt einen verzweifeln.

Nein, und "wir müssen doch etwas tun" ist kein legitimer Grund, gefährlichen Unsinn anzuzetteln.